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Fischtown Pinguins zum "Derby" nach Bad Nauheim

Fischtown Pinguins zum "Derby" nach Bad Nauheim
DEL2
Brockmann will Knoten gegen Füchse zerschlagen / Wieder Tor-Festival in Ravensburg? / Bayerisches Kräftemessen in Riessersee

Wenn die Fischtown Pinguins in der DEL2 ein Derby haben, dann wohl in Bad Nauheim. Denn bis zu den Roten Teufeln in der Wetterau und damit zum nächstgelegenen DEL2-Kontrahenten sind es für die reiselustigen Pinguins „nur“ knapp 500 km. Immer noch deutlich mehr, als für Verfolger Rosenheim, das in Heilbronn ran muss. Ebenfalls auf Reisen gehen am 2. Zwischenrunden-Spieltag Meister Bietigheim, den es ins Sächsische zu Dresdens Eislöwen zieht und Landshut, das in der Lausitz eine kleine Niederlagen-Serie beenden will. Während in Ravensburg beim Duell gegen Crimmitschaus Eispiraten erfahrungsgemäß mit viel Wirbel vor den Toren zu rechnen ist, kommt es in Riessersee zum bayerischen Kräftemessen mit dem ESV Kaufbeuren.


Lausitzer Füchse - EVL Landshut (17.00 Uhr)

Noch immer wartet der EV Landshut unter seinem neuen Trainer Andreas Brockmann auf ein Erfolgserlebnis. Fast hätte es am Freitag den Anschein gehabt, als ob der erste Sieg Wirklichkeit werden könnte. 3:0 hatten die Niederbayern geführt, ehe die Falken zum Höhenflug ansetzten und 4:3 in der Dreihelmenstadt triumphierten. Nach nun drei Niederlagen in Folge soll in der Lausitz endlich mal wieder ein Sieg her. Die Voraussetzungen dafür stehen gut. Schließlich hat der EVL alle vier Saison-Duelle gegen die Ostsachsen gewonnen. Dennoch warnt Brockmann: „Weißwasser ist immer schwer zu spielen. Sie wollen mit aller Macht die Playoffs erreichen und haben nichts zu verschenken.“ Bei den Füchsen ist aller Voraussicht nach Krefelds Förderlizenzspieler Steve Hanusch letztmalig mit von der Partie. Am Freitag war er mit einem Tor und zwei Vorlagen beim 5:7 in Kaufbeuren einer der Besten auf dem Eis. Beim EVL sind die Jungspunde Max Daubner, Jakob Mayenschein, John Rogl und Stefan Loibl wieder mit dabei.

Die bisherigen Ergebnisse:
15.09.: Landshut – Füchse 2:0
17.11.: Füchse – Landshut 2:4
13.12.: Landshut – Füchse 4:3
26.01.: Füchse – Landshut 2:3

SC Riessersee - ESV Kaufbeuren (17.00)

Der SC Riessersee will nach zuletzt vier Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück. „Wir wollen nach wie vor um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs mitspielen, deshalb ist ein Sieg gegen Kaufbeuren Pflicht“, so Trainer Toni Krinner. Verzichten muss Krinner weiter auf Bryan Hogan, Sebastian Eickmann und auch auf Marcus Eberhart, der sich in Rosenheim bei seinem Einsatz als Torhüter verletzte. Wer im Tor des SC Riessersee steht ist noch unklar. So viel steht aber fest: „Wir werden einen etatmäßigen Torhüter zur Verfügung haben“, so Geschäftsführer Ralph Bader. Für das Schlusslicht aus dem Allgäu indes scheint Garmisch ein gutes Pflaster zu sein. In beiden bisherigen Vergleichen holten die Joker immerhin vier Zähler. Daran wollen die Männer von Trainer Uli Egen unbedingt anknüpfen.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Riessersee – Kaufbeuren 1:5
12.11.: Riessersee – Kaufbeuren 3:2 (SO)
26.12.: Kaufbeuren – Riessersee 2:5
10.01.: Kaufbeuren – Riessersee 1:5

Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers (17.00)

Zuletzt war bei den Eislöwen vor allem eines auffällig: Die Auswärtsschwäche. Nach dem 3:4 in der Verlängerung zuletzt bei den Eispiraten summieren sich fünf Misserfolge in Serie auf. Der Abstand zu Platz neun scheint mit 13 Zählern derzeit noch komfortabel, doch davon sollten sich die Sachsen nicht täuschen lassen. Immerhin sind noch 27 Punkte zu vergeben. „Genauso wie wir elf Spiele in Folge gewonnen haben, kann man auch genauso schnell hintereinander verlieren. Wir müssen und werden in jedem Spiel weiter gehen - bis wir die Playoffs wirklich sicher haben", sagt Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. Das ist auch gegen die Steelers nötig. Zumal der Meister zuletzt den „Bad Nauheim-Fluch“ ablegten und den Neuling erstmals sportlich in dieser Saison beikommen konnten. Der Meister erzielte dabei drei Tore in den letzten 92 Sekunden des Spiels. Steelers Coach Kevin Gaudet selbstbewusst: „Daran wollen wir unbedingt anknüpfen.“ Mit Vorschusslorbeeren bedenkt Popiesch denn auch seinen Kontrahenten: „Bietigheim gehört zu den Top-Mannschaften der Liga, agiert in der neutralen Zone sehr kompakt. Unser Ziel wird es sein, von Beginn an die Räume eng zu machen. Wir dürfen keinen Millimeter auslassen. Dann sehe ich durchaus auch eine Chance für uns.“

Die bisherigen Ergebnisse:
15.09.: Eislöwen – Steelers 4:3 (SO)
22.11.: Eislöwen – Steelers 4:3
22.12.: Steelers – Eislöwen 6:1
17.01.: Steelers – Eislöwen 7:2

Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim (18.30)

Nachdem die Falken am Freitag ihre Negativserie mit vier Niederlagen in Folge gegen den EVL Landshut beenden konnten, erwarten die Käthchenstädter nun ihren zweiten Angstgegner der Saison. Nur eine Woche zuvor stand man sich schon gegenüber. Rosenheim konnte sich mit 4:2 durchsetzen. Bei den Falken sind die Verteidiger Steven Bär und Jannis Andersons wieder fit. Verzichten muss Trainer Igor Pavlov allerdings auf die Jungadler, welche sich bei den jeweiligen U-Nationalmannschaften befinden. Für die Falken gilt es weiter Boden gut zu machen, um doch noch die geringe Chance der Playoff-Teilnahme wahr zu nehmen. Die Starbulls müssen weiterhin ohne Kim Staal auskommen, der nach seinem Abstecher in der dänischen Nationalmannschaft erst ab der kommenden Woche wieder eingesetzt werden kann. Alle vier vorausgegangenen Partien gewannen die Bullen und ließen dabei nur einen Punkt gegen liegen. Zuletzt jedoch zeigten sich die Käthchenstädter jedoch zuletzt deutlich formverbessert.

Die bisherigen Ergebnisse:
15.09.: Starbulls – Falken 5:2
27.10.: Falken – Starbulls 2:3 (OT)
20.12.: Starbulls – Falken 5:0
02.02.: Falken – Starbulls 2:4

EC Bad Nauheim - Fischtown Pinguins (18.30)

Sechs Punkte fehlen den Roten Teufel noch bis zu einem Playoff-Rang. Diese Lücke soll Schritt für Schritt geschlossen werden. Wenngleich EC-Coach Daniel Heinrizi weiß: „Die Pinguine sind für mich in dieser Form der Titelfavorit. Sie haben vier starke Blöcke und werden von ihrem Trainer stets hervorragend eingestellt. Wir erstarren aber nicht in Ehrfurcht." Während bei den Mittelhessen aller Voraussicht nach wieder Dennis Reimer und auch Taylor Carnevale dabei sein werden, dürfte Aufbauspieler Dan Ringwald noch eine weitere Woche fehlen. „Schon im letzten Heimspiel gegen die Fischtowner haben wir ein gutes Match abgeliefert. Diesmal müssen wir aber 60 Minuten lang konzentriert spielen und nicht nur 50 Minuten“, sagt Heinrizi. Bei den Gästen aus der Seestadt fühlt sich nach kurzer Entwarnung das Lazarett wieder. So muss Trainer Mike Stewart auf Beck, Deske und Verelst verzichten. Stewart kämpferisch: "In allen bisherigen Partien gegen die Roten Teufel mussten wir immer alles geben - daran wird sich auch heute Abend nichts ändern.“

Die bisherigen Ergebnisse:
15.09.: Bad Nauheim – Pinguins 5:3
22.10.: Pinguins – Bad Nauheim 7:4
26.12.: Pinguins – Bad Nauheim 6:3
26.01.: Bad Nauheim – Pinguins 4:7

Ravensburg Towerstars - Eispiraten Crimmitschau (18.30)

Zwar verloren die Towerstars beim Zwischenrunden-Start, doch dies passierte den Puzzlestädtern gegen den Tabellenführer und dann noch in der Fremde. Zudem verschliefen die Ravensburger das erste Drittel und lagen bereits 0:4 hinten. Daheim ist meist ein ganz anderes Team zu besichtigten. Hier strahlen die Oberschwaben Souveränität aus und verfügen mit 19 Siegen bei gerade drei Niederlagen über die beste Heim-Bilanz der gesamten DEL2. Klar, dass die Rollen eindeutig verteilt sind. Auch wenn die Eispiraten mit einem 4:3 nach Verlängerung gegen Dresdens Eislöwen in der Zwischenrunde begannen. Doch das war eben – logisch – daheim. Andererseits: Derart unbelastet können die Westsachsen befreit aufspielen und dürften mit allen Mitteln versuchen, die Vormachtstellung der Ravensburger in eigenen Gefilden zu brechen. Bislang gelang dies noch keinem der beiden Teams beim jeweiligen Kontrahenten. Eines ist aber klar: Wenn die beiden Kontrahenten aufeinander treffen, haben die Goalies einen harten Arbeitstag. Denn in den bisherigen vier Vergleichen gab es gleich 40 Treffer.

Die bisherigen Ergebnisse:
29.09.: Towerstars – Eispiraten 8:2
20.10.: Eispiraten – Towerstars 10:4
29.11.: Towerstars – Eispiraten 6:3
07.01.: Eispiraten – Towerstars 5:2

Der 2. DEL2-Zwischenrundenspieltag im Überblick:

Lausitzer Füchse - EVL Landshut (17.00)
SC Riessersee - ESV Kaufbeuren (17.00)
Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers (17.00)
Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim (18.30)
EC Bad Nauheim - Fischtown Pinguins (18.30)
Ravensburg Towerstars - Eispiraten Crimmitschau (18.30)

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